Everblue

  • Plattform: PlayStation 2
  • Release: 09.08.01 (J), 26.04.02 (EU)

Nachdem der zweite Teil ein nettes kleines Spiel für Zwischendurch war, habe ich nun also auch beim Erstling zugegriffen, als ich ihn recht billig gesehen habe. Große Unterschiede waren eher nicht zu erwarten und diese Erwartungshaltung wurde erfüllt.

Leos Vater war ein Taucher, verschwand allerdings vor über 10 Jahren spurlos. Leo lässt sich davon nicht abschrecken (wahrscheinlich hat er sich das Opening, in dem sein Vater von einem Hai überrascht wird, nicht angesehen) und beschließt, in dessen Fußstapfen bzw. Taucherflossen zu treten und ebenfalls eine Kariere darauf aufzubauen, Schätze aus gesunkenen Wracks zu bergen.

Scheinbar hat sein Vater ihm allerdings nicht gerade eine gute Ausrüstung vermacht, denn zu Beginn kann nur in sehr flachem Wasser getaucht werden, in dem Leo fast noch stehen können sollte. Denn wie auch im Nachfolger, muss bei Everblue regelmäßig die Tauchausrüstung verbessert werden, um tiefer, länger und schneller tauchen oder schwerere Gegenstände bergen zu können. Die bekommt Leo natürlich nicht geschenkt, sondern muss sie mit dem Geld bezahlen, dass er über den Verkauf der geborgenen Gegenstände bekommt.

Von der Struktur her ist dann auch alles wie gehabt: NPCs in der Stadt befragen, bis einer fallen lässt, wo es sich lohnen könnte nach einem Wrack zu tauchen. Dieses dann finden und nun die NPCs befragen, bis einer fallen lässt, was für ein spezieller Gegenstand in jenem verborgen ist und dieses bergen. Und so weiter, und so fort, zwischenzeitlich natürlich auch andere Dinge zum Verkauf bergen um die bereits erwähnte Ausrüstung aufzurüsten um überhaupt an die tiefer gelegenen Wracks zu kommen.

Das ganze ist ein eigentlich recht spaßiger Spielverlauf, hier noch mal schnell ein bisschen tauchen und in dem Bereich des Wracks noch ein wenig nach neuen Gegenständen suchen. Everblue eignet sich perfekt dafür, immer mal wieder ein Stündchen damit zu verbringen. Das Spiel weiß dann auch, wann es gut ist und so werden die Credits kurz vor der 10-Stunden-Marke über den Bildschirm laufen. Natürlich darf man auch gern mehr Zeit damit verbringen, denn es gibt nun mal enorm viele verschiedene Gegenstände, die geborgen werden können und diverse Sammler nehmen diese auch gern für ihre Kollektion.

Das ganze Spiel baut also erneut auf den Spaß an der unterseeischen Erkundung. Wem das zu öde klingt, der wird hier ebenfalls nicht viel Freude haben. Außerdem ist gegenüber Everblue 2 nicht wirklich irgendeine wesentliche Änderung zu verbuchen, wer also ein Spiel hat und nicht unbedingt mehr vom Gleichen braucht, muss sich das andere nicht zulegen. Genau genommen ist der Erstling – kaum verwunderlich – sogar etwas minimalistischer. Es gibt weniger Nebensachen in der Stadt zu erledigen und auch weniger Wracks zu erkunden, dafür sind die vorhandenen länger.

Grafisch scheint sich zwischen den Spielen auch nicht viel getan zu haben, Everblue sieht somit nicht wirklich viel schlechter aus, als der Nachfolger: Spartanische Stadt, etwas hübscher beim Tauchen, obwohl die Weitsicht extrem eingeschränkt ist. Und gerade beim Tauchen außerhalb der Wracks kommt nicht wirklich Atmosphäre auf, da man ständig am Boden klebt. Musik gibt es in der Stadt heitere Töne, während beim Tauchen zu 90% nur Umgebungsgeräusche zu hören sind.

Fazit:
Tja, mehr vom Gleichen halt. Ich fand Everblue 2 ganz nett und daran hat sich beim Vorgänger nun auch nichts geändert. Etwas minimalistischer aber weiter ein nettes Spiel für Zwischendurch, bei dem man zugreifen kann, wenn man es billig wo sieht, aber mehr auch nicht.

6 von 10 Punkten

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